Studie über Beschäftigungseffekte im Bereich erneuerbare Energien

Die Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) hat eine Studie gemacht, wie viele Jobs im Bereich erneuerbare Energien, wie Wind- und Solar-Technik, entstanden sind.

Laut dieser Studie sind in Deutschland 330.000 Menschen durch den Ausbau erneuerbarer Energien beschäftigt. Der Zuwachs an Arbeitsplätzen spielt sich im Wesentlichen im Bereich der Windenergie ab und hier besonders im Ausbau, im sogenannten Offshore-Sektor, das heißt, Windräder auf hoher See. Rückläufig ist hingegen der Arbeitsplatztrend in der Solarbranche. Hier sind in den vergangenen Jahren reihenweise Jobs weggefallen. Deutsche Hersteller haben gegen Billigsolarmodule aus China keine Chance. Hierdurch sind Fertigungskapazitäten in Deutschland in großem Stil weggebrochen.

Jobs in dem Bereich der erneuerbaren Energie werden seit Jahren als Jobmotor gefeiert. Hierzu merkt das Institut der Deutschen Wirtschaft kritisch an: „Die Beschäftigten in den erneuerbaren Energien, machen gerade einmal 0,8 Prozent der Gesamtbeschäftigten in Deutschland aus. Fraglich ist, wie viele der Stellen bei den erneuerbaren Energien wirklich zusätzlich sind und damit eine positive Beschäftigungswirkung haben. Gerade hochqualifizierte Ingenieure und Techniker sind sehr gefragt und würden auch an anderer Stelle gut unterkommen“, so das Institut. Weiterhin erklärt das Institut, dass diese Jobs teuer erkauft wären: „Allein mit dem erneuerbaren Energiegesetz (EEG) werden 24 Milliarden Euro von den Stromkunden jährlich eingesammelt, um die erneuerbaren Energien zu unterstützen. Das macht pro Beschäftigten fast 75.000 Euro im Jahr an Subventionen aus.“

Von den rund 330.000 Beschäftigten sind 44 Prozent im Bereich Windenergie, 14 Prozent im Bereich Biomasse, 14 Prozent bei Biogas, 10 Prozent bei Photovoltaik, 7 Prozent bei Biokraftstoffen und 10 Prozent im sonstigen Bereich tätig.

Von | 2018-02-02T14:20:52+00:00 2. Februar 2018|Kategorien: Kundenmagazin, Märkte, Produkte|