Auf Basis der ersten neun Monate erwartet die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen für das Jahr 2025 einen um rund ein Prozent gestiegenen Energieverbrauch in Deutschland.
Die leichte Erhöhung ist vor allem auf das kühlere Wetter zurückzuführen. Mit den geschätzten Werten läge der Energieverbrauch 2025 um 28,5 Prozent unter dem bisherigen Höchststand aus dem Jahr 1990. Dieser Rückgang wurde erreicht, obwohl die Bevölkerungszahl in Deutschland seitdem von knapp 80 Millionen auf 83,5 Millionen angestiegen ist und das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt um etwa 50 Prozent zugenommen hat. Folglich ist der Pro-Kopf-Verbrauch der Bevölkerung um knapp 35 Prozent gesunken.
Der Primärenergieverbrauch in Deutschland stellte sich in den ersten drei Quartalen des Jahres 2025 wie folgt dar:
| Mineralöl | 38,1 Prozent |
| Erdgas | 25,0 Prozent |
| Erneuerbare Energien | 20,0 Prozent |
| Braunkohle | 7,1 Prozent |
| Steinkohle | 6,9 Prozent |
| Sonstige | 2,7 Prozent |
Bezogen auf die Stromerzeugung ergab sich in den ersten drei Quartalen 2025 folgendes Bild:
| Wind | 24,1 Prozent |
| Photovoltaik | 21,3 Prozent |
| Biomasse | 9,8 Prozent |
| Wasserkraft | 3,4 Prozent |
| Geothermie | 0,1 Prozent |
| Erdgas | 16,3 Prozent |
| Braun- und Steinkohle | 20,7 Prozent |
| Öl | 1,0 Prozent |
An der Bruttostromerzeugung waren die erneuerbaren Energien im genannten Zeitraum mit 58,7 Prozent beteiligt. Die hohe Zahl an Sonnenstunden führte zu einem Anstieg der Photovoltaikproduktion um rund ein Fünftel im Vergleich zu den Vorjahresquartalen. Demgegenüber ging die Stromerzeugung aus Windkraft wetterbedingt um elf Prozent und aus Wasserkraft sogar um 25 Prozent zurück. Insgesamt lag die Ökostromerzeugung damit um etwa ein Prozent unter dem Ergebnis der Vorjahresquartale.
Beim Gesamtprimärenergieverbrauch erreichen die erneuerbaren Energien einen Anteil von 20,2 Prozent, während die fossilen Energieträger – darunter Mineralöl, Erdgas und Braunkohle – nach wie vor 77,1 Prozent ausmachen.