Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle veröffentlicht monatlich Zahlen zu der Entwicklung der Inlandsablieferungen im Mineralölmarkt.
Aktuell liegen die Zahlen bis Juli 2026 vor. In den ersten sieben Monaten ist der Benzinkonsum um 2,1 Prozent gesunken und der Dieselkonsum um 6,8 Prozent. Die Heizölnachfrage ist um 35 Prozent eingebrochen. Hierbei bleibt anzumerken, dass gerade die Monate August und September mit hohen Kraftstoff- und Heizpreisen zu weiteren starken Einbrüchen beim Konsum geführt haben. Der Konsumrückgang wird sich bis zum Jahresende beim Benzin wohl eher Richtung fünf Prozent und beim Diesel Richtung zehn Prozent – auf das Jahr gesehen – erhöhen.
Der Gesamtabsatz ab Raffinerie ging in den ersten sieben Monaten beim Benzin um 300.000 Tonnen, beim Diesel um 1,3 Millionen Tonnen und beim Heizöl um zwei Millionen Tonnen zurück. Das heißt, der Raffinerieabsatz sank um 3,6 Millionen Tonnen. Wenn man das restliche Jahr von August bis Dezember hochrechnet, ist mit einem Absatzrückgang ab Raffinerie von sechs bis sieben Millionen Tonnen zu rechnen. Aufgrund der weltweit hohen Nachfrage konnte der Absatzrückgang im Inland durch Exporte in andere Länder ausgeglichen werden. Ohne diese Exporte würde es darauf hinauslaufen, dass – nach Wesseling vor zwei Jahren – noch ein weiterer Raffinerierückbau in Deutschland erforderlich werden könnte.